82nd Academy Award (2)
Gestern Nach fand unter Moderation von Alec Baldwin und Steve Martin die 82. Oscarverleihung statt. Ich hatte die Gelegenheit, die Sendung zu verfolgen und lieferte auf Twitter witzig gemeinte, aber völlig unnötige Berichterstattung ab. Zu allem Überfluss hier jetzt eine etwas ausführlichere Zusammenfassung des Abends.
Bereits am Mittwoch schockte uns Neil Patrick Harris mit der zweiten Negativ-Schlagzeile (die erste war, dass Avatar neunfach nominiert ist) und minderte die Vorfreude deutlich.
ActuallyNPH: I will not be performing a duet with Martin Short to open the Oscars. Misinformation, I’m afraid. Should I maybe pull a Kanye, mid-show?
Umso größer die Überraschung, als er dann doch auf der Bühne stand und sang.
serlenborn: baaaaarney!! this night will be legen- wait for it… dary!!! love!
ActuallyNPH: I told you I wasn’t doing a duet…
Nach Harriss Auftritt wurden Alec Baldwin und Steve Martin, umringt von Engeln, auf die Bühne gelassen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die Golden Globe-Moderation von Ricky Gervais, Co-Autor und Co-Regisseur der britischen Serie The Office, wesentlich besser gefallen hat. Gervais war nicht nur wesentlich lustiger als Baldwin und Martin, er war vor allen Dingen auch auf der Bühne anwesend. Die Oscar-Verleihung wäre ohne das Host-Pärchen nicht schlechter gewesen. Die letzte von mehreren Stars moderierte Verleihung fand übrigens 1987 statt.
Insgesamt lief die gesamte Show reichlich unspektakulär ab. Die nach den bisherigen Preisverleihungen naheliegenden Schauspieler und Filme gewannen die Major Awards. Hervor stachen nur die bezaubernde Carey Mulligan und der doppelte Oscar am Ende der Sendung für Kathryn Bigelow und The Hurt Locker, welcher insgesamt sogar sechs Oscars abräumte. Leider haben Mulligan und Bigelow mit ihren (Ex-)Männern Shia LeBeouf und James Cameron gezeigt, dass sie wohl eine Vorliebe für mir unsymphatische Männer haben. Dabei wirken die beiden Frauen so nett, bescheiden, zuvorkommend und höflich.
Als Jeff Bridges gewann, ist mir bei Twitter ein eh schon blödsinniger Witz durch das Auslassen eines Wortes missglückt. Da ich meine Tweets nicht editieren kann, verbessere ich das hier.
serlenborn: der rote teppich hat das zimmer erst richtig gemütlich gemacht.
Sehr passend und dezent schön war die In Memoriam-Montage und das dazu gespielte Musikstück. Wenn man sich die Zahl der Toten und die Namen darunter ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass 2009 ein ziemlich beschissenes Jahr war. Insbesondere betroffen und überrascht war ich vom Tod Brittany Murphys, 33 Jahre ist definitiv zu jung. Peinlich war, dass Farah Fawcett und Bea Arthur in der Montage vergessen wurden. John Hughes, Drehbuch-Autor zahlreicher Jugenddramen und -Komödien, darunter die so ziemlich jedem bekannten Filme Kevin Allein Zuhaus und Der Frühstücksclub, wurde seperat erwähnt.
Den schlechtesten und dümmsten Auftritt legte Ben Stiller als Na’vi hin. Ursprünglich war die Szene mit Sacha Baron Cohen geplant. Ich komme mit Stiller nicht klar, in einem von zehn Fällen liege ich brüllend vor Lachen unter’m Tisch, in den anderen neun Fällen finde ich ihn ätzend und nervig. Diesmal fand ich’s so blöd, dass ich ihm direkt unterstellte, seine Na’vi-Kenntnisse seien gestellt.
serlenborn: als wahrer nerd spreche ich simlish, klingonisch und natürlich auch na’vi und das eben war geblufft.
Bedanken möchte ich mich bei ProSieben für die Originalton-Übertragung und die angenehm gestalteten Werbeunterbrechungen, in denen nur Musikvideos, Filmtrailer und Models in Unterwäsche zu sehen waren. Danke.
Alle Gewinner findet ihr unter anderem bei IMDb oder in der Wikipedia.