Sommerschnupfen

Randnotiz — SE am 30.05.2008 um 17:25 Uhr. Kommentare (1).

Jeden Sommer kuriere ich mindestens ein-, in schlechten Jahren auch zweimal, einen Schnupfen aus. So auch in diesen Tagen. Bei knappen 30°C im Schatten sitze ich mit Laptop, Zeitung und Wasserflasche im Garten und herze alle fünf Minuten den grauen halben Quadratmeter Stoff, den ich letzten Sommer bei der Bundeswehr in dreifacher Ausführung als Taschentuch bekam. Die Ursache für die frühen Hitzewellen waren wohl auch Grund für einen frühen Schnupfen. Das ist nicht weiter schlimm, denn die Europameisterschaft hat noch nicht angefangen und ich befinde mich auch nicht zeltend auf einem Festival-Gelände. Ich hoffe nur, es ist ein gutes Jahr.

Der Krankheitsverlauf eines Sommerschnupfens gleicht vermutlich dem jedes anderen Schnupfens. Am ersten Tag wundert man sich beim Aufstehen über ein leicht kloßiges Schlucken und bemerkt, dass die Nase nicht die übliche Menge Luft ins Körperinnere transportiert, was am folgenden Tag bereits in gelegentlichem Schnäuzen resultiert. Am Ende von Tag 3 liegt man dann das erste Mal mit Schmerzen in den Nasennebenhöhlen vor einer beliebigen amerikanischen TV-Serie im Bett und wutentbrannte, aggressive Nutzung von Papiertaschentüchern wird sogleich mit Druck im Mittelohr und wundgeriebener Nase vergolten.

Vierter, fünfter und sechster Tag bilden den eigentlichen Höhepunkt. Die körperliche Mattheit erzwingt die Bindung an Bett oder zumindest Gartenstühle. Man hat gegenüber der Krankheit resigniert, garniert Frühstück und Abendessen mit einer Aspirin und sitzt es aus. Ausgehen ist natürlich tabu. Schon Walter Serner ermahnte 1927 in seinem Handbrevier, dass man krank stets einen schlechten Eindruck hinterlässt.

Weitere drei Tage klingt der Schnupfen dann aus. Man plant akribisch die verlorene Zeit aufzuholen und nimmt sich fest vor sportlich aktiv zu werden und auf gesunde Ernährung zu achten, sodass im nächsten Sommer eine Armee der Abwehrkräfte alles im Keim erstickt.

Man darf sich den Spaß nur nicht verderben lassen. Und so versüße ich mir den Tag mit ausgiebiger Zeitungslektüre bei Amy Macdonald-Beschallung, tassenweise, aufgrund der tauben Geschmacksnerven noch stärker gesüßtem, Vanille-Cappuccino und zu später Stunde kleinen Mahlzeiten und Miami Vice-Episoden, die die schlaflosen Nächte erträglich machen.

INDIANA JONES AND THE KINGDOM OF THE CRYSTAL SKULL

Film — SE am 22.05.2008 um 22:32 Uhr. Kommentare (0).

Wenn man im Kino eine Eintrittskarte vorbestellt, diese aber nicht per Lastschriftverfahren sogleich auch bezahlt, muss man eine halbe Stunde vor Filmbeginn an der Kasse sein, denn sonst verfällt die Vorbestellung. Den nun zwangsweise vorhandenen Zeitüberschuss verbringt man, ganz nach persönlicher Vorliebe, entweder rauchend vor der Eingangshalle oder, wie Ausstellungsstücke präsentiert, sitzend auf den unbequemen Polsterbänken neben dem Popcornverkauf. Dabei kann man sich gegenseitig gestehen, dass man Sex and the City immer geschaut hat und ganz großartig fand.

Der eigentliche Film war unterhaltsam und stilsicher in Szene gesetzt. Besonders gefallen konnten die vielen Anspielungen auf die drei Vorgänger und das Amerika Ende der 50er Jahre.

Programmhinweis

Film — SE am 19.05.2008 um 17:27 Uhr. Kommentare (0).

Wenn man lang genug sucht, findet man im beschissenen Fernsehprogramm doch noch einige Perlen. Nur für den Fall, dass jemand nächste Woche nichts Besseres zu tun hat.

Montag

  • [21:00-22:45 Uhr] [Arte] “The Man Who Wasn’t There”

Dienstag

  • [23:20-01:50 Uhr] [BR] “Anatomy of a Murder”

Mittwoch

  • [21:00-22:30 Uhr] [Arte] “Ariel Scharons letzter Kampf. Portät”
  • [22:35-23:55 Uhr] [RBB] “Rope”
  • [23:10-01:15 Uhr] [Tele 5] “Two Days In The Valley”
  • [03:00-04:59 Uhr] [Arte] “El Topo”

Samstag

  • [22:30-23:15 Uhr] [WDR] “Prix Pantheon 2008”

Sonntag

  • [20:15-23:00 Uhr] [ProSieben] “Memoirs of a Geisha”
  • [23:00-01:15 Uhr] [ProSieben] “Sin City”

Heavy Rotation

Musik — SE am 11.05.2008 um 20:01 Uhr. Kommentare (0).

In keiner Weise repräsentativ, aber mit Sicherheit geschmackvoller als die Saturn-Verkaufstatistiken oder “Total Request Live” im untoten Musikfernsehen, werfe ich euch meine derzeitigen Playlist-Lieblinge an den Kopf.

  1. Amy MacDonald (This Is the Life) – Let’s Start a Band
  2. The Kills (Midnight Boom) – M.E.X.I.C.O.C.U.
  3. Kettcar (Sylt) – Graceland
  4. The Last Shadow Puppets (The Age of the Understatement) – The Age of the Understatement
  5. Donots (Coma Chameleon) – Stop the Clocks
  6. Amy MacDonald (This Is the Life) – Youth of Today
  7. Kate Nash (Made of Bricks) – Mariella
  8. The Kills (Midnight Boom) – Cheap And Cheerful
  9. ADELE (19) – My Same
  10. Amy Winehouse (Back to Black) – Rehab

Programmhinweis

Film — SE am 11.05.2008 um 19:44 Uhr. Kommentare (0).

Wenn man lang genug sucht, findet man im beschissenen Fernsehprogramm doch noch einige Perlen. Nur für den Fall, dass jemand nächste Woche nichts Besseres zu tun hat.

Montag

  • [08:55-12:35 Uhr] [Kabel 1] “Lawrence of Arabia”
  • [20:15-22:25 Uhr] [Sat.1] “Jumanji”
  • [20:15-22:40 Uhr] [ProSieben] “Indiana Jones and the Temple of Doom”
  • [22:00-00:35 Uhr] [ZDF] “Eyes Wide Shut”.
  • [22:45-23:15 Uhr] [MDR] “Ganz in schwarz. Szene-Dokumentation”
  • [23:30-00:30 Uhr] [NDR] “Frank Sinatra 1915-1998. Porträt”
  • [00:40-02:35 Uhr] [ZDF] “The Postman Always Rings Twice”

Dienstag

  • [22:10-23:50 Uhr] [WDR] “The Graduate”

Donnerstag

  • [22:35-00:10 Uhr] [3Sat] “Trouble In Mind”

Freitag

  • [20:15-23:00 Uhr] [Das Vierte] “The Remains of the Day”

Samstag

  • [20:15-23:20 Uhr] [Kabel 1] “The Longest Day”

Sonntag

  • [20:15-22:50 Uhr] [ProSieben] “Indiana Jones and the Last Crusade”
  • [20:40-22:55 Uhr] [Arte] “For Whom the Bell Tolls”
  • [23:30-01:00 Uhr] [ARD] “Crossing the Bridge”
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