THE AGE OF THE UNDERSTATEMENT von The Last Shadow Puppets
“Jeden Freitag erscheinen unzählige neue Alben. Die besten stellen wir Ihnen hier vor.” So, oder so ähnlich, eröffnet DIE WELT an ausgewählten Freitagen ihre Übersicht der Neuerscheinungen auf dem Musikmarkt. In Anbetracht meines irreparabel fantastischen Musikgeschmacks (und der Tatsache, dass ich gerne was schreiben möchte, aber keine Themen habe) will ich euch meine Rezensionen nicht vorenthalten und daher an ausgewählten Freitagen hier veröffentlichen. Die Alben sind nicht immer gerade erst erschienen, sollten aber im Regelfall noch eine gewisse Aktualität haben.
Ein erster Versuch:
Alex Turner, Nordengländer sowie Sänger und Gitarrist der Arctic Monkeys, und Miles Kane, Südfranzose sowie Sänger der The Rascals – nicht zu verwechseln mit The (Young) Rascals oder den Rascalz-Brüdern, haben ohne Band, aber mit Orchester ein Album erschaffen, welches bei last.fm schon mehr als 12 000 Listener vorweisen kann, bei laut.de allerdings zu keinem Suchergebnis führt. Dieser viel zu lange Einleitungssatz diente den Fakten, kommen wir zu meinen subjektiven Einschätz- und Meinungen.
Die Arctic Monkeys werden ja im “Das Internet und die Musik”-Kontext immer gerne als Pioniere bezeichnet. Es sei denn dieser Titel wird gerade Radiohead oder Gnarls Barkley verliehen. Meine persönlichen Pioniere auf dem Gebiet sind ja Wir Sind Helden, denn über deren Titel “Reklamation” bin ich damals im Internet gestolpert, lange bevor er auf MTV lief. Das ist insofern erwähnenswert, weil ich das erste Stück der The Last Shadow Puppets auch auf einer Internetpräsenz entdeckte. Erst später bemerkte ich, dass ein Bandmitgleid der Arctic Monkeys daran beteiligt ist.
THE AGE OF THE UNDERSTATEMENT klingt nach ruhigem, modern-britischem Rock und der Hintergrundmusik der Sechzigerjahre-Agentenfilme, allen vorran James Bond. Und das funktioniert sehr gut. Die Bands wurden durch Orchester und viele Instrumente ersetzt, die den sonst so schnellen Rock der Ursprungskonstellationen abbremsen und in epischere Dimensionen treiben. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man zu der Musik nicht mehr abgehen könnte. Ich bin mir sicher, dass zB “I Don’t Like You Anymore” in einschlägigen Kellern den gleichen Erfolg haben kann wie “I Bet You Look Good On The Dancefloor”.
Mein Favorit hingegen ist das leider recht kurze “In My Room”.
(Vielleicht fasse ich “Rock” sehr breit, aber “Indie” klingt in meinem Kopf immer so beleidigend.)
(Okay, das war jetzt irgendwie schon alles. Klingt ein bisschen nach lustlosem Vortrag. Vielleicht sollte ich zur Abrundung und Rechtfertigung des fehlenden Fazits so eine X/X-Bewertung einbauen. Ach, Blödsinn.)
2 Comments »
RSS feed for comments on this post. TrackBack URI
Ich liebe es, wie du schreibst, und werde meinen Heiratsantrag nicht zurückziehen. Mal abgesehen davon bedanke ich mich herzlich für die Empfehlung, dann hab ich wenigstens was neues zum abchecken
Danke (: